Schutz vom Kurzschluss in den Stromkreisen

Den Sicherungskasten bezeichnet man auch als Verteilerkasten oder Elektroinstallations-Verteiler. Er übernimmt in jedem Gebäude mit einem Stromanschluss zum einen die Rolle als Stromverteiler ein, weil alle Kabel von dort aus zu den Räumen und Anschlüssen verlaufen, und zum anderen dient er der Sicherheit und schützt vor einem Kurzschluss in den Stromkreisen. Für jeden Raum gibt es im zentralen Sicherungskasten mindestens eine Sicherung, die bei einer Überbelastung den Strom für diesen Bereich automatisch abschaltet und vor einem Kurzschluss schützt. Die meisten Menschen kennen diesen Vorgang von Gewittern, bei denen öfter eine Sicherung „fliegen“ kann. Bei Arbeiten an der Stromleitung kann hier der Strom für die einzelnen Räume zu- oder abgeschaltet werden, was aus Sicherheitsgründen in jedem Fall gemacht werden muss.

In Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten oder in großen Firmen gibt es meist mehr als einen Sicherungskasten. In Mietshäusern hat jede Wohnung einen eigenen Sicherungskasten, der den Strom für die einzelnen Räume verwaltet. Die modernen Verteiler haben Kippschalter, mit denen sich der Strom ein- und ausschalten lässt und ältere Gebäude sind meist noch mit Drehsicherungen bestückt, die bei einem Defekt durchbrennen und ausgetauscht werden müssen. Die Kippschalter müssen dagegen nur wieder hochgeklappt werden, wenn sie wegen einer zu großen Belastung den Strom ausgeschaltet haben.

Arbeiten am Sicherungskasten sollten immer vom Fachmann erledigt werden, denn auch versierten Hobbyhandwerkern kann hier schnell ein fataler Fehler unterlaufen. Der Profi weiß genau, was gesetzlich zulässig ist und ob bei der Renovierung eines alten Stromnetzes eine Phase ausreicht oder drei Phasen erforderlich sind. Auch das Installieren neuer Zähler muss vom Fachmann erledigt werden und vom E-Versorger abgenommen werden.